Elektrik, Elektronik und Software

Nick Knight
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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Nick Knight » 19.02.2011, 22:49

Ok, vergiss die Flex wieder!
Ist wohl doch sinnvoller, einfach die Schlösser auszutauschen :wink:

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Prodatron
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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 20.02.2011, 15:00

Im Powerfach saß zwar schon alles 100%ig, die Montage und Demontage war allerdings relativ aufwendig. Zudem mußte man die ganze Konstruktion inklusive Zweitbatterie auseinanderbauen, um an die Rückseite des großen Rückwandbrettes zu kommen, an dem sich alle Anschlüsse zum Energie-Kabelbaum befinden. Wir haben daher das Brett knapp oberhalb der Batterie geteilt. Dazu mußte der Minus-Verteiler umpositioniert werden, die ganze Schalt- und Sicherungseinheit wurde noch kompakter. Der untere Teil des Brettes wurde mit einer U-Schiene versehen, in die der obere Teil gesteckt wird, um die Stabilität zu halten. Soweit zur Theorie. In der Praxis stellten wir dann unter wildem Gefluche fest, daß erstmal gar nichts mehr paßte und hielt. Die untere Bretthälfte mußte mehrfach verkürzt werden, und endlich fanden wir dann die korrekte Position, in der man sie an das Batterie-Auflagebrett montieren muß. Nachdem Christian noch zwei Haltewinkel an die Karosserie geschraubt hatte, hielt das ganze dann wieder so gut wie vorher. Einen Teil der alten Ersatzrad-Halterung hatte er bereits abgeflext, jetzt wurde auch der Rest entfernt, weil er beim Ein- und Ausbauen noch im Weg war. Die Montage der kompletten Konstruktion ist jetzt ein Kinderspiel, und man kann das Brett mit den Anschlüssen auch bei eingesetzter Batterie kippen.

(klicken zum Vergrößern)

Bild Bild Bild Bild

Gestern sollte das nicht enden wollende Thema "Powerfach" endlich zum Abschluß gebracht werden. Ich will gar nicht wissen, wieviele Stunden wir jetzt schon an etwas gearbeitet haben, was man am Ende ja gar nicht mehr sieht. Zunächst ging es an die Dämmung des Außenbleches im Powerfach. Ein Kumpel von Christian, der bei einem Teppichhhersteller arbeitet, brachte uns heute pünktlich auf die Minute das benötigte Material vorbei. Das selbstklebende, feuerfest Dämmmaterial war bereits in praktische Rechtecke geschnitten und paßte ausgezeichnet. Wir wollen dies nun überall, wo es möglich ist, von innen an KITTs Außenhaut bringen. Lediglich die Böden müssen damit nicht bedeckt werden, da mein vor 3 Jahren gekaufter Teppich eine Version ist, die bereits über eine zusätzliche Dämmschicht verfügt.

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Nachdem nochmal ein paar Anschlüsse an der Schalt- und Sicherungseinheit ergänzt wurden, brachten wir noch die beiden Spannungsanzeigen für Erst- und Zweitbatterie an. Diese werden zusammen mit den Audio-Komponenten aktiviert und teilen sich deren Remote-Signal. Jetzt konnte das Powerfach endlich verkabelt werden. Nach einigen Einstellungen an der Endstufe fiel dann auch der Soundcheck - noch ohne Subwoofer - zufriedenstellend aus. Hiervon mußte ich dann auch unbedingt ein Video machen (das Rauschen im Hintergrund ist die Gasheizung):



Eine gewisse Enttäuschung stellte allerdings der neue Lectric Enterprise Scanner dar. Dessen Tonausgabe knackt jedesmal pro Scannerdurchlauf ganz deutlich. Hier stimmt das Null-Niveau zwischen Stumm und Tonausgabe wohl nicht. Es lohnt daher wohl auch nicht, diesen mit an die Endstufe zu hängen, zumal die Qualität des Ausgangssignals sowieso nicht optimal ist. Er bekommt dann "nur" einen kleinen Zusatzlautsprecher im Motorraum.

Der Tag war wieder fast rum, aber am Ende schafften wir auch den Anschluß des Moduls an die Erstbatterie und den Test des Trennrelais. Nachdem nichts zischte und qualmte, das Multimeter an allen Meßpunkten grünes Licht gab und beide Batterie-Spannungsanzeigen kalibriert waren, starteten wir dann den Motor:



Absoluter Wahnsinn, alles hat sich genau so verhalten, wie es gedacht war! Zunächst sind die Batterien getrennt und zeigen unterschiedliche Spannungen an. Dann startet der Motor. Die Spannung der Erstbatterie geht aufgrund des Anlaßvorgangs kurz deutlich herunter, während die Zweitbatterie unbehelligt bleibt. Dann steigt die Spannung der Erstbatterie auf über 13 Volt, da jetzt die Lichtmaschine ihre Arbeit aufnimmt. Eine kurze Weile noch bleibt die Zweibatterie bei ihren 12 Volt, dann schaltet das Trennrelais mit einer gewissen Verzögerung durch, und auch die Zweitbatterie hängt nun mit im 13-14 Volt Bordnetz. Stellt man den Motor wieder ab, pendeln sich die Batterien wieder bei ihren eigenen Spannungen ein. Die Anzeigen waren übrigens noch nicht 100% identisch kalibriert, daher sind ab und zu Abweichungen von 0,1 Volt zu sehen.

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Teddy » 20.02.2011, 21:39

Sehr cool!

Ist ein wahnsinn mal ein einem anderen Wagen den ganzen Kabelaufwand zu sehen. Das weckt Erinnerungen! Wobei ich bei dir viele Komponenten (Audio) entdecke, welche bei mir so gar nicht vorkommen werden. So einzigartig ist jeder Replika! Das ist echt faszinierend was wir zu schaffen im Stande sind!

Daumen hoch! Und weiter so, wobei ich frage mich langsam, ob du mit deiner Berichterstattung schon up to date bist, oder wir beim Lesen immer noch im Dezember sind. :)
Sehr schnell und strukturiert geht das voran!

Teddy
aktuelleste Fortschritte zu meinem Projekt findet ihr auf meiner Homepage! www.teddy-knight.at

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 22.02.2011, 13:39

teddy hat geschrieben:Ist ein wahnsinn mal ein einem anderen Wagen den ganzen Kabelaufwand zu sehen. Das weckt Erinnerungen! Wobei ich bei dir viele Komponenten (Audio) entdecke, welche bei mir so gar nicht vorkommen werden. So einzigartig ist jeder Replika! Das ist echt faszinierend was wir zu schaffen im Stande sind!
Ich hab mittlerweile aufgeholt, sind nun also Echtzeit-Berichte ;) Ich glaub auch, daß wir uns da von der Verkabelung ziemlich unterscheiden.
Hatte mir am Wochenende nochmal die Fotos Deiner Kabelbäume angesehen. Jetzt ist das ja nochmal doppelt so interessant, wenn man selber gerade an sowas dran ist! :) Und das sind ja wirklich zigtausend Drähte, die da durch den Wagen laufen, einfach irre, ich frag mich, was die am Ende alle machen!? :shock: :P Unglaublich, wie sauber und geplant das trotz der Masse bei Dir aussieht.

Außer den angesprochenen Stromkabeln, den Audio- und Boxenkabeln und mehreren Remote-Signalen für Stromkreis, Audio-Componenten und CarPC (Power, Reset) läuft von vorne nach hinten bei mir nur noch folgendes:
- 2xUSB (10fach Hub in der Mittelkonsole und USB-Monitor in der LC)
- 2xVGA (Monitore im Dash)
- 1xSeriell (hintereinandergeschaltete Relais-Karten, zwei kommen ins Dash in den Bereich hinter den Monitoren, das dritte wie bei Marco unter den Fahrersitz)
- 4xCinch (Freisprech-Mikrofon, Voicebox-Signal, Rückfahrkamera, Reserve)
Da im Dash ja noch Platz war, hatte ich mich entschieden, die Relais-Karten direkt nach vorne zu setzen, wo sie viel näher "an der Quelle" sind (Fensterheber, Zentralverriegelung, Kofferraum-Öffnungstaster, Ein/Aus von Dash, OHC, Scanner usw.). Da zum CarPC im Kofferraum nur ein einzelnes serielles Kabel notwendig ist (USB ginge auch, aber da hängt eh schon genug dran), ist der Verkabelungsaufwand so viel geringer.
Die Knöpfe in der OHC möchte ich direkt vor Ort schon mit einem Microcontroller abfragen/steuern, da bin ich allerdings auf ChrisFTB angewiesen. Allerdings werde ich nur die am Rand nutzen, die von der langen Reihe bleiben vorerst piepende Dummies. Falls die doch noch gebraucht werden, muß das mit einem USB-Tastaturcontroller geschehen, ich hätte dann also für komplett alle Knöpfe trotzdem nur ein einzelnes USB-Kabel.

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Bibi » 22.02.2011, 14:47

Sag mal, bist du dir sicher, dass du das Mikrofon über so eine lange Strecke betreiben willst?
Ich befürchte, dass das Signal hinten ziemlich schlecht ankommt weil das Signal vom Mikrofon sehr schwach ist und
der Innenwiderstand einer ca. 5m langen Leitung schon "relativ" hoch ist.

Wäre Bluetooth da nicht evtl. etwas sinnvoller?

Um sicher zu sein, teste das Mikro erst, bevor du die Kabel fest verlegst.

Gruß
Bibi

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 22.02.2011, 16:54

Hm, guter Einwand. Bluetooth hätte man als Alternative so oder so. Flo's Funklösung wär natürlich wieder besser als Bluetooth. Ich hab aber schon Mikrofone gesehen, die selber 6m lange Leitungen mit Klinkenstecker haben. Muß mich hier wieder schlaumachen.
Ich laß die Cinch-Kabel aber eh liegen, vielleicht braucht man es nochmal für was anderes, falls irgendwo Ton- oder Video-technisch was hinzukommt.

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Nick Knight » 22.02.2011, 23:19

Es ist immer wieder faszinierend Eure Beiträge zu lesen!
An was Ihr alles denkt ist unglaublich!

Sollte ich irgendwann mal so weit sein, ist es dann definitiv Euer Eifer und Ideenreichtum, der mir die Umsetzung erst möglich gemacht hat.
Alleine würde ich nie auf solche Ideen kommen!
Kann nur immer wieder betonen: Meinen Respekt habt Ihr!

Wenn man ein paar Projekte hier zusammenfasst, könnte man daraus glatt ein klasse Handbuch erstellen :
"Wie baue ich den perfekten KITT" !!!

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 03.03.2011, 21:47

In den letzten Tagen standen jede Menge Verkabelungsarbeiten an. Mittlerweile liegen alle Kabel, die vom Kofferraum aus zum Dash und zur Mittelkonsole laufen, fertig sortiert im Fahrzeug. Vorsichtshalber habe ich trotzdem noch vier Reserveadern auf der Fahrerseite verlegt. Denn wir wollen hier jetzt zu einem Ende kommen, aber man weiß halt nie, ob nicht doch nochmal später irgendwas gebraucht wird.

So wie Teddy Knight haben wir uns auch entschieden, die Kabelstränge sauber mit Spiralband zu bündeln und zu verlegen. Wir hatten damit vorher keine Erfahrungen gehabt. Als Christian dann den ersten Strang eingewickelt hatte, waren wir total begeistert! Das Spiralband zurrt die einzelnen Kabel total stramm zusammen quasi zu einer einzelnen neuen Masse, die sehr starr aber trotzdem noch gut biegsam ist. Christian hat das dann überall eingesetzt, wo es möglich war. Lediglich auf der Fahrerseite war dies nicht notwendig, da fast alle Kabel in den originalen Kabelkanal passten und es sich für die zwei VGA-Kabel nicht lohnte.

(klicken zum Vergrößern)

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Schon zuvor hatte Christian auch die B-Säulen mit Dämmmaterial beklebt und neue Bretter für die Lautsprecher angefertigt. Die alten Bretter waren zu dünn und schon gebrochen, außerdem lagen die Membranen der Boxen teilweise direkt am Blech, da sie ein Stück zu größ für die Öffnungen waren. Einer der Vorbesitzer hatte außerdem wohl vorgehabt, irgendeine Monsteranlage in den Wagen zu bauen. Auf den Bildern ist zu erkennen, was da mit dem Blech angestellt wurde. Im Zuge der Restauration hatte sich hier ein Zuschweißen allerdings nicht gelohnt, der im Grunde nicht vorhandene Nutzen hätte den Aufwand nicht gerechtfertigt. Mit den neuen Brettern und Abstandshölzern sitzen die Boxen jetzt jedenfalls vernünftig in der B-Säule.

Nun ging es erstmals im vorderen Bereich weiter. Als Grundlage für die zukünftige Elektronik wurden schonmal die beiden gesicherten Plus-Verteiler für Replica- und CarPC-Stromkreis montiert, sowie ein Minus-Verteiler. Als Ort wurde das Armaturenbrett auf Beifahrerseite ausgewählt über der Stelle, an der eigentlich die originale Kartentasche sitzt. Die wurde zuvor entfernt, da sie mit eingebautem Dash ohnehin kaum noch nutzbar ist. Der Montagebereich der Verteilermodule wird später komplett vom Dash abgedeckt.

Bild Bild Bild Bild

Dann kamen die Hauptschalter für die drei Stromkreise an die Reihe, die mit Remote-Signalen arbeiten. Mit denen gibt es folgendes Problem: Es müssen Schalter sein, keine Taster. Allerdings hab ich in meiner OHC derzeit nur Taster verbaut, und es wäre extremst schwer, das so zu ändern, daß es noch vernünftig aussieht. Die Lowerconsole enthält nur noch den USB-Touchscreen und hat damit gar keine echten Knöpfe mehr. Also mußte ein alternativer Ort gefunden werden - vorläufig zumindest. Ich hatte bisher unterhalb des originalen Lichtschalters auf Fahrerseite am Armaturenbrett zwei Kippschalter für Scanner und die Zusatzscheinwerfer in der Front. Dort waren also bereits Löcher im Kunststoff. Es bot sich daher an, dort die Schalter zu platzieren. Christian fräste zwei weitere Löcher hinein, dann wurden die Remote-Kabel bis dorthin verlegt und die Schalter angeschlossen. Auch der alte Zusatzscheinwerfer-Schalter wurde mit einem neuen ersetzt. Hier passierte dann ein kleines Unglück. Bei dem Scheinwerfer-Kabel handelte es sich noch um ein von mir bisher nicht vollständig erforschtes Überbleibsel von KITT vor der Winter-Restauration. Schwups, wurde ausversehen Plus, auf dem zunächst keine Spannung festgestellt werden konnte, mit dem Relais-Signal vertauscht. Das Massekabel zu den Schaltern rauchte daraufhin auf voller Länge ab. Denn das alte Kabel war, wie auch alles andere zusätzliche früher im Wagen (!), nicht gesichert. Dieser hoffentlich letzte Mißstand wurde dann auch sofort mit einer weiteren Sicherung beseitigt. Jetzt funktionieren alle vier Schalter:

- Gelb - Zusatzscheinwerfer
- Grün - Audio-Remote (Radio, Endstufe, Subwoofer, Mixer)
- Rot 1 - Replica-Stromkreis (Dash, OHC, Scanner, Unterboden-Beleuchtung u.a.)
- Rot 2 - CarPC-Stromkreis (CarPC, USB-Hub, Monitore)

Sie müssen lediglich nochmal richtig fixiert werden. Der eine oder andere wird jetzt die Nase rümpfen, weil in einem Replica dort eigentlich keine Schalter etwas zu suchen haben. Leider sind die drei Hauptstromkreis-Schalter aber sehr wichtig, und so muß diese Lösung vorerst reichen, bis ein besserer Ort gefunden wird.

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Zum Schluß kam nochmal das Mikroprozessor-Fach an die Reihe. Da jetzt alle Kabel verlegt sind, und die CarPC-relevanten Leitungen hier enden, bot sich eine erste Probe für die finale CarPC-Montage an. In diesem Fach wird neben dem CarPC und ein paar USB-Geräten auch das Modul für die Unterboden-Beleuchtung untergebracht. Der Anschluß für die LED-Leisten ist bereits über den Rücklichtkabelbaum nach draussen geführt. Nach einigem nervigen Rumgerücke der Holzkonstruktion passt dann trotz der vielen neuen Kabel zum Glück alles. Hier ist nun alles bereit für den endgültigen Anschluß des CarPCs!

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 23.03.2011, 19:00

Dieses Wochenende drehte es sich unter anderem um die Türen und was dazugehört.

Zunächst aber wurden erstmal wieder Kofferraumverkleidungsteile demontiert, weil wir nochmal an die Fächer mußten. In das Mikroprozessorfach wurde nun das Steuermodul für die Unterbodenbeleuchtung fertig angeschlossen und montiert. Das Kabel zur Verteilerbox wird zusammen mit dem Heckleuchtenkabelbaum nach draußen geführt und baumelt nun anschlußbereit herum. Das UBB-Modul ist am Replica-Stromkreis angeschlossen und wird über diesen eingeschaltet. Es aktiviert dann kurz alle LEDs und geht in den Standby. Nun konnte in diesem Fach endlich das Brett festgeschraubt werden.

(klicken zum Vergrößern)

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Die Kabel für den CarPC wurden nochmal auf richtige Länge gebracht und fixiert. Den wollten wir nun endlich mal im Fahrzeug probelaufen lassen. Dazu mußte das aktive USB-Hub, das in das Mittelkonsolenfach kommt, noch Strom bekommen. Da es ziemlich genau 5V benötigt, habe ich ein entsprechendes Auto-Netzteil besorgt. Das paßte oben auf das Dash-Gehäuse genau in eine Mulde, die später wieder vom Dashpad verdeckt wird. Die noch unlackierte Lowerconsole mit eingebautem USB-Touchscreen wurde zusammen mit einer kleinen Funktastatur ans Hub angeschlossen. Nachdem der CarPC-Stromkreis eingeschaltet und das Remote-Signal gegeben wurde, fuhr der CarPC dann sauber hoch und ließ sich über Touchscreen und Tastatur schön bedienen. Wieder einen Schritt weiter :)

In der Zwischenzeit hatte ich nochmal die Außenlautsprecher demontiert. Bei diesen mußten noch die Anschlüsse auf der Rückseite abgedichtet werden, da sonst die Gefahr besteht, daß sich bei Spritzwasser hier ein See bildet. Christian hat hierzu den Deckel eines alten Verbandskasten zersägt und die daraus gebauten Abdeckplatten abgedichtet. Jetzt sollte das ganze 100%ig wasserdicht sein.

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Es geht weiter mit den Türen. Wir haben ChrisFTBs PKE DoorLED-Modul wieder herausgekramt und mit dem Funkschloß-Modul verkabelt. Letzteres hängt abgesichert an der Erstbatterie und ist somit immer einsatzbereit. Als Montageort haben wir tatsächlich einen versteckten Hohlraum gefunden, der sich hinter der Kunststoffwand befindet, wo normalerweise auf Beifahrerseite die Kartentasche angebracht ist. Genau neben diesem Hohlraum ist eine originale viereckige Öffnung, die exakt so groß ist, daß alle Anschlüsse für das DoorLED-Modul hindurchpassen (zwei DoorLED-Kabel, das Steuerbutton-Kabel, Leitungen zum Funkschloß-Modul). Das DoorLED-Modul konnte dann genau darüber angebracht werden und wird ebenfalls unter'm Dashboard-Gehäuse verschwinden. Bei den Tests hat dann auch alles funktioniert.

KITTs alte Türen hatten einige Mängel, wie kaum noch funktionsfähige Fensterheber oder suboptimal integrierte DoorLEDs, die nur sehr umständlich hätten behoben werden können. Aus diesem Grunde hatten wir uns entschieden, die Türen von Christians Cabrio zu nehmen. Die lagen nun schon eine ganze Weile lang fertiglackiert mit eingebauten DoorLEDs in der Garage. Langsam wird es also Zeit, diese wieder zu montieren, da erst dann auch wieder Kotflügel und somit Front und Motorhaube verbaut werden können.

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Während ich noch Verkabelungsarbeiten im Wagen durchgeführt hatte, machten sich Christian und Kumpel Markus daran, den unteren Bolzen inklusive Buchsen der Beifahrertür zu wechseln. Hat soweit auch geklappt, allerdings war es dann unmöglich, ohne geeignetes Werkzeug die Feder wieder hineinzubekommen. Diese Feder sorgt dafür, daß die Tür beim Öffnen in verschiedenen Positionen einrastet. Also mußten wir erstmal auf die Feder verzichten, bis das Werkzeug eingetroffen ist. Bei der Montage der Tür an den Wagen passte dann erstmal überhaupt nichts mehr. Tür-Einstellen ist echt eine Wissenschaft für sich. Erst hing sie nach hinten zu tief, was man noch recht einfach über die Langlöcher an den Scharnieren beheben kann. Dann war sie noch nach hinten hin verdreht, stand oben raus und unten rein. Hier mußten wir dann also mit Unterlegblechen arbeiten. Das hat aber nicht vollständig gereicht. Zu guter letzt hat Christian die Tür noch mit ein wenig Kraft verbogen (!), um die letzten Millimeter anzupassen - tatsächlich mit großem Erfolg! Leider paßte der Türfangbolzen nicht richtig, er lag zu tief und stieß zu sehr gegen das Schloß. Er verfügt leider über kein Langloch zum Verstellen, also haben wir das bestehende Loch einfach zu einem solchen erweitert. Und dann war es endlich geschafft: Die Tür fällt so sauber butterweich ins Schloß, wie ich es bei kaum einem anderen Auto jemals gesehen hab! Schade eigentlich, daß die Tür etwas von dieser 100%igen Geschmeidigkeit verlieren wird, wenn die Dichtungen wieder angebracht sind.

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Jetzt kam noch der letzte Streich für dieses Arbeits-Wochenende: Die Door Popper. Wie es sich gehört, soll KITT selbstständig seine Türen öffnen können. In Deutschland nennt man es "gecleant", in der amerikanischen Tuning-Szene heißt es "shaved doors", wenn man die Türgriffe komplett entfernt und die Stellen an der Tür glattspachtelt. Sowas braucht man bei KITT natürlich nicht, wohl aber den Mechanismus, mit dem man solche Türen dann überhaupt wieder aufbekommt. Door Popper bestehen pro Tür aus drei recht simplen Elementen:

- einem aktiven Zugmagnet, ähnlich der Stellmotoren für die Zentralverriegelung, nur etwas größer und kräftiger; diese ziehen bei Betätigung das Schloß auf
- einer passiven Feder, welche die Tür aufstößt, sobald das bei gezogenem Schloß möglich ist
- einem KFZ-Relais, über welches das Zugmagnet von einem Fernbedienungs-Steuergerät oder einer mit dem CarPC verbundenen Relaiskarte angesteuert werden kann; hier fließt nämlich für einen kurzen Moment ordentlich Strom

Lange nach einem Montageort für die recht fetten Zugmagnete mußten wir nicht suchen. Diese sollten sowieso so nah wie möglich am Schloß sein, damit sie dieses direkt ziehen können, ohne über das Gestänge von innerem oder äußerem Türgriff gehen zu müssen. Tatsächlich ist unter dem Schloß genau der richtige Platz in der Tür, an den man sogar noch recht gut herankommt. Für die vier Schraubköpfe, die dort nun herausstehen, ist zum Glück beim Verschließen der Tür ausreichend Platz, so daß nichts am Blech kratzt.


http://www.youtube.com/watch?v=9xDIYO_dV2E

Meine Variante der Aufstoßfedern ist recht simpel und kann einfach so aufgeklebt werden. Ob es dabei bleibt oder ob ich alternativ Feder-Pinne verbaue muß ich noch sehen. Diese Komponente läßt sich jedenfalls extremst einfach an- und abmachen. Denn eventuell will man das im Alltag nicht haben, daß man beim Schließen der Tür immer etwas fester drücken muß. Auch weiß ich nicht, was der TÜV dazu sagen würde. Der Door Popper Test hat jedenfalls gut geklappt, wie man an dem kurzen Video sehen kann :) Hoffentlich geht das ganze dann mit eingebauten Dichtungen und der Feder am Türbolzen noch genauso gut.

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von GrandmasterA » 23.03.2011, 19:46

Ich glaube, hier passt die Phrase "Hut ab vor Deiner Leistung! Echt genial, wie Du das alles umsetzt!" mal wirklich ;)
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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 24.03.2011, 01:05

GrandmasterA, danke, das hört man gerne, bei Dir mit Deinem sparsamen Lob sowieso! :)

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von GrandmasterA » 24.03.2011, 01:26

Och, ich poste nur nicht gern so sinnlose Phrasen wie die oben genannte. Das klingt in der Regel etwas "aufgesetzt"... Aber wenn was wirklich gut ist, kann man das ja mal sagen... Ich find durchaus sehr vieles sehr gut... allen voran derzeit Teddys und Deine Arbeit... aber auch Knight2007s und FutureKnights Wagen. :)
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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Prodatron » 24.03.2011, 01:55

Genau das meinte ich ja ;)

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von Nick Knight » 24.03.2011, 17:23

Ich find durchaus sehr vieles sehr gut... allen voran derzeit Teddys und Deine Arbeit... aber auch Knight2007s und FutureKnights Wagen.
Oh, ich bin jetzt aber sowas von gekränkt :lol:

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Re: Elektrik, Elektronik und Software

Beitrag von GrandmasterA » 24.03.2011, 17:33

@Nick: bei Dir weiss ich ehrlich gesagt den aktuellen Stand gar nicht. Das letzte, was ich gesehen hatte war der grau gefillerte Wagen... und nun neulich die Spoiler-Bilder. Scheint sich also einiges getan zu haben... daher bin ich gespannt auf das Treffen... Dann erweitere ich meine "find ich gut"-Liste gern auch, auf der sich natürlich noch viel mehr Projekte befinden. Ich hab nur die genannt, die für mich spontan herausstechen. Respekt hab ich eigentlich vor jedem Projekt, weil es IMMER viel Arbeit ist... Aber nicht jede "Bastelbude" (ich nenne mal keine Namen) find ich grundsätzlich gut, nur weil es sowas wie K.I.T.T. - da hab ich dann schon noch ein paar Ansprüche ;)

Aber zurück zum Thema...
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